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Mikrofone

Kirchenbeschallung steht und fällt mit zwei Komponenten: Den eingesetzten Lautsprecherboxen und den Mikrofonen. In der Mikrofonie geht es hier nicht nur um eine gute, naturgetreue und druckvolle Wiedergabe, sondern insbesondere um:
  • eine große Rückkopplungsunterdrückung
  • und einen verhältnismäßig großen Sprecherabstand (Benutzung durch Laien).
Je nach Aufgabengebiet und örtlicher Gegebenheit setzen wir für Redner und Musiker Schwanenhals- (im engl. Gooseneck) oder, wenn das sakrale Ambiente keine andere Wahl läßt, auch Grenzflächenmikrofone ein. Die Auswahl ist bestimmt durch die Fragestellung der benötigten Richtcharakteristik, der Empfindlichkeit, des möglichen Sprecherabstands etc..

In kirchlichen Räumen haben wir mit den großen in Deutschland vertretenen Herstellern, AKG, Audio-Technica, Beyerdynamic, Mipro, Sennheiser als auch mit Shure die besten Erfahrungen gemacht. Je nach Raum und Position (Übertragungskette Mikrofon - Lautsprecher - Raum) fällt die Wahl auf das eine oder andere Produkt.

Der sakrale Charakter mit den langen Nachzeiten (vom Orgelbauer geliebt) und die natürliche Akustik der Apsis bereitet jedem Mikrofon, unabhängig von der Position, Schwierigkeiten. Je größer die Reichweite, je empfindlicher die Kapsel, desto rückkopplungsanfälliger wird es. In der Mikrofonie ist somit immer ein Kompromiss zwischen der Empfindlichkeit und dem maximalen Sprecherabstand zu finden. So sind in der Regel sowohl die klassischen Nahbesprechungsmikrofone (das klassische Gesangsmikrofon auf der Bühne / bei der Band, z.B. das SM 58 von Shure) wie aber auch hochwertige, weitreichende Aufnahmemikrofone ein 'no go' im Gottesdienst.

Häufige Fehlerquellen in der Benutzung:

  • zu hoher Sprecherabstand: häufig eine gewisse Unachtsamkeit des Redners. Der Nachhall des Raumes läßt in der Regel keine Abstände größer 30 cm zu.

  • es wird zu leise gesprochen: es ist ungewohnt, sich selbst zu hören. Das verleitet ungeübte Sprecher leiser zu werden, bis sie sich selbst nicht mehr hören. Nur, dann hört auch die Gemeinde nichts mehr. Es ist wichtig, laut, deutlich und dem Mikrofon zugewandt zu sprechen.

  • es wird zu schnell gesprochen: in einem sakralen Raum mit hoher Nachhallzeit kann eine Beschallungsanlage keine Wunder wirken. Ein langsames Sprechen ist einzuhalten

  • das richtige Mikrofon für den momentanen Zweck: die Gesangsstimme eines Profisängers ist um ein vielfaches lauter als die Ansage vor einem Konzert. Das kann nicht mit ein und demselben Mikrofon bzw. einer Einstellung gedeckt werden. ...


Drahtlose Mikofone ('Funkmikrofone')

Drahtlose Mikrofone sind heute mehr als erschwinglich, ab ca. € 250,00 gibt es bereits UHF - Systeme.

Aber Drahtlos ist nicht gleich Drahtlos. Lassen Sie sich bitte nicht von dem sonder-super-günstig-Angebot blenden, sondern konsultieren Sie bitte den Fachmann (mehr Infos zu diesem Thema unter "Info & Service").

Auf diese Punkte ist zu achten:

  • Funkfrequenzen sind nicht individuell zugeordnet. Im Rahmen der Vorschriften darf jeder sie nutzen. Das führt zu gegenseitigen Störungen einzelner Anwender. Es ist daher unbedingt darauf zu achten, dass das eingesetzte System 'multifrequenzfähig' ist, das bedeutet, dass bei Störung auf eine andere Frequenz gewechselt werden kann.

  • Leider ist aufgrund der heutigen Frequenzzuteilung (Vergabe der ehemals genehmigten Frequenzen durch die Bundesnetzagentur an die Mobilfunkbetreiber - LTE) die Lage insgesamt schwieriger geworden. Es gibt nur noch einen kleinen, frei und kostenlos nutzbaren Frequenzbereich. Alle anderen Frequenzbereiche sind wieder anmelde- und gebührenpflichtig und werden regional unterschiedlich teilweise vom vorrangig vom terrestischen Fernsehen (DVB-T) genutzt. Beachten Sie bitte dazu unsere aktuellen Hinweise.
    Gern führen wir eine messtechnische Erfassung der Frquenzbelegung in ihrem Hause durch.

  • Neben Fragen der Frequenznutzung und Störanfälligkeit ist zum Betrieb des Hand- oder Taschensenders immer eine Batterie oder ein geladener Akku notwendig.


Wir empfehlen immer eine Grundausstattung mit drahtgebundenen Mikrofonen einzuplanen.
Drahtlose Mikrofone sollten immer eine schöne und hilfreiche Ergänzung sein.

Bei den genutzten Frequenzbereichen ist eine 'quasi Sichtverbindung' zwischen Sender und Empfangsantenne zu gewährleisten. Positionierung der Empfangsantennen in einem Blechschrank bzw. wie häufig anzutreffen in der Sakristei, führt leicht zu Signalabrissen. Hier sind extern abgesetzte Antennen in Erwägung zu ziehen.

Der 'Pastorenschalter'?!

Haben Sie das Wort schon einmal gehört?
Nein, aber Sie kennen die Situation:
Der Taschensender steckt tief in der Tasche, fast unerreichbar durch den Talar, das angesteckte Lavaliermikrofon ist 'auf Sendung'.
Sie möchten sich räuspern, kurz ein paar Sätze wechseln, alles ist über die Lautsprecher zu hören.
Sie versuchen verzweifelt, den kleinen Schiebeschalter am Taschensender zu erfühlen, ... .

Ein klarer Fall für den 'Pastorenschalter', ein gut in der Hand liegender Schalter mit einem großen Knopf. Diesen findet man sicher und er läßt sich durch den Talar hindurch bedienen. Ihn gibt es von AKG, Shure und AudioTechnica.

Funkmikrofone im Frequenzbereich von 2,4 GHz

Zur Zeit werden von fast allen Hersteller preislich recht günstige, digitale Funkmikrofone in dem weltweit anmelde- und gebührenfreien 2,4 GHz Bereich angeboten. Auf dem ersten Blick ein Schnäppchen, kostengünstig, weltweit anmelde- und gebührenfrei, digital, ... .

Es handelt sich durchweg um innovativ Produkte. Der günstige Preis beruht auf der Massenproduktion der eingesetzten Technik, der 2,4 GHz Bereich wird von WLAN genutzt, die Sendetechnik ist weitgehenst gleich. Hier liegt aber auch die Problematik:
  • geringe Reichweite, starke Abschirmung durch Gegenstände
  • maximal laufen 4 Funkstrecken parallel
  • häufig brechen die vorhandenen WLAN Netze zusammen
  • oder zuviel WLAN Sender (Rooter und Hotspots in Smartphones) im Umfeld reduzieren die Reichweite auf wenige Meter

In den meisten Fällen raten wir von der Anschaffung ab.